Böser Wilder, friedlicher Wilder


Böser Wilder, friedlicher Wilder

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In der Kolonialzeit um 1900 wurde dem Museumsbesucher in zahlreichen deutschen Völkerkundemuseen das Bild eines bis an die Zähne bewaffneten „bösen Wilden“  präsentiert.  Denn vor allem Waffen, gesammelt in den ehemaligen deutschen Kolonien Afrikas, drängten sich in überfüllten Museumsvitrinen.

Heutzutage sind die überfüllten Vitrinen aus den Museen verschwunden, zusammen mit den unzähligen Waffen aus den kolonialen Sammlungen und dem Bild des „bösen Wilden“ im Allgemeinen.

Doch was passierte mit den Objekten? Die Waffen wurden in die Magazine der Museen verbannt. In den Ausstellungen wurden sie ersetzt durch „friedliche“ Objekte, die in keinen kriegerischen Kontext einzubinden sind. Wie Kunstwerke werden sie nun dem Besucher präsentiert und sollen so ein anderes Bild erzeugen, das eines „friedlichen Wilden“.

Ist die Präsentation des „bösen Wilden“ realer als die des „friedlichen Wilden“? Oder sind sie beide bloß Reflektionen unserer eigenen Kultur im Wandel der Zeit?

Das Buch zur Ausstellung „Böser Wilder, friedlicher Wilder: Wie Museen das Bild anderer Kulturen prägen“ vereint historische Quellen aus der deutschen Kolonialzeit mit heutigen Überlegungen zur Präsentation in Völkerkundemuseen, die anderen Kulturen gerecht werden können.

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